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“2faces” - Die Kampagne gegen Hass im Netz:
Ein Like/Daumen nach oben für die Digital Akademie

Vom 05. Februar bis zum 07. Februar 2019 fand am Beruflichen Schulzentrum Backnang das Projekt “Digital Akademie: Extrem im Netz - Gefahren erkennen und abwehren”, eine Kooperationsveranstaltung der Konrad Adenauer Stiftung e.V. und der Bibliothek der Schule, statt. Gülsüm Ügdül und Katrin Frost, Schülerinnen der Eduard-Breuninger-Schule, WGW 12/1 berichten.

Carolin Unger, die Leiterin des Projektes und Christiane Engelmann-Pink, die Ansprechpartnerin der Schule, haben sich seit November 2018 um die Planung und Organisation der Veranstaltung gekümmert. Rund 110 Schülerinnen und Schüler besuchten anschauliche Vorträge über politischen und religiösen Extremismus, Fake News und Rechtliches und nahmen aktiv an Workshops zu sozialen Medien teil. Die ausgewählten Referenten gehören alle der jüngeren Generation an, brachten - zum Beispiel durch ihre Tätigkeit im Journalismus - viel Fachwissen mit und konnten die Teilnehmer authentisch informieren, da sie sich mit sozialen Medien auskennen.
Innerhalb der drei Tage wurde über das Internet aufgeklärt und es wurde gemeinsam schul- und klassenübergreifend in den Workshops eine Kampagne gegen Hass im Netz auf die Beine gestellt. Schüler vom Technischen Gymnasium, angehende Kinderpflegerinnen und –pfleger erarbeiteten zusammen mit Wirtschaftsgymnasiasten den Kampagnennamen “2faces”, der zeigen soll, dass sich Menschen im Internet und im realen Leben unterschiedlich verhalten können, da das Internet entfernter ist, man unerkannt bleiben kann und dadurch anonym Hass verbreiten kann.
Mit dem Slogan “Ich bin das Gesicht gegen Hass im Netz - und du?”, den passenden Hashtags #2faces, #facereality und #mobberstobber und dem selbst erstellten Logo war die Basis der Kampagne geschaffen. In den verschiedenen Gruppen wurden Podcasts, Bilder, Videos und einen eigenen Instagram-Account für die Kampagne erstellt. Das technische Know How wurde den Schülern ebenso an die Hand gegeben, wie professionelle Gestaltungstipps. Die bemerkenswerten Ergebnisse der Gruppen wurden bei der Abschlussveranstaltung in der Aula präsentiert. Dabei wurde deutlich, dass der Spaßfaktor bei der DigitalAkademie auch nicht zu kurz gekommen ist (siehe nachfolgende Bilder).
 

 

Kommentar: Wir begleiteten die gesamte Veranstaltung und konnten viele Eindrücke sammeln und einiges lernen. Es ist wichtig, dass junge Menschen wie wir in Bezug auf das Internet sensibler werden und verstehen, dass auch schon der kleinste negative Kommentar ausreicht, um jemanden zu verletzen und seinen Ruf zu schädigen. Wir denken, dass dieses Projekt sehr sinnvoll ist, was auch die Meinung der Teilnehmer spiegelt. Von vielen Jugendlichen hörten wir, dass ihnen die Augen geöffnet wurden, sie viel lernen konnten und die Veranstaltung insgesamt einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Das Projekt bekommt von uns definitiv einen Daumen nach oben!